Rentenarten - Wer bekommt welche Rente und ab wann? Reicht diese aus?

Rentenarten

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Rentenarten - älteres Rentenehepaar

Rentenarten aktuell

Rentenarten – Viele Menschen beschäftigt aktuell mehr denn je die Frage, wie hoch ihre Rente später wohl einmal sein wird. Nicht nur Ältere, sondern zunehmend auch Jüngere werden durch die derzeitigen Diskussionen um die Rente verunsichert. Egal ob man den Fernseher einschaltet oder die Tageszeitung aufschlägt, “Rente” ist das Thema Nr. 1. Im Internet kann man sogar stündlich neue Schlagzeilen zur Rente verfolgen. Haben Sie später im Ruhestand ausreichend Geld zur Verfügung? Wir wissen es nicht! Diese Frage kann momentan niemand mit Sicherheit beantworten. Sicher ist nämlich nur eines, dass die Rente garantiert noch viel niedriger ausfallen wird, als Sie jetzt schon befürchten. Sogar die Deutsche Rentenversicherung warnt und rät zur zusätzlichen Altersvorsorge damit keine Versorgungslücke entsteht.

Rentenarten und Berechnung

Die Höhe der Rente ist abhängig von Entgeltpunkten, Zugangsfaktor, dem aktuellen Rentenwert und dem Rentenart-Faktor. Für Entgeltpunkte ist der Jahresverdienst eines Versicherten im Verhältnis zum Durchschnitts-Verdienst aller Beschäftigten in Deutschland maßgeblich.  Im Jahr 2013 z. B. beträgt das durchschnittliche Bruttoeinkommen in den alten Bundesländern  34.071 Euro. Die Versicherten müssen mindestens so viel verdienen um einen ganzen Entgeltpunkt für das Jahr 2013 zu erhalten. Liegt der Verdienst darunter, gibt es Abzüge. Der Rentenwert beträgt im Jahr 2013  in den alten Bundesländern 28,14 Euro. Mit dem Zugangsfaktor werden Zu- und Abschläge bei Ihrer Rentenberechnung berücksichtigt. Er ist abhängig vom Alter des Eintritts in den Ruhestand. Wer mit Erreichen der Regel-Altersgrenze in Rente geht, erhält z. B. den Zugangsfaktor 1,0. Wird man vor Erreichen der Regel-Altersgrenze Rentner, fallen Abschläge an. Arbeiten Sie hingegen länger, erhalten Sie Zuschläge und somit eine höhere Rente. Der Rentenart-Faktor ist abhängig von der Art der Rente. Bei der Altersrente beträgt dieser Faktor 1,0. Nach dieser Formel können Sie selbst Ihre Rente berechnen:

Rentenformel: Rente monatlich= Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x Rentenwert x Rentenart-Faktor

Die komplizierte Berechnung der gesetzlichen Rente mithilfe der sogenannten Rentenformel variiert von Jahr zu Jahr, weil der aktuelle Rentenwert die unterschiedlichen Lohnverhältnisse in den alten und neuen Bundesländern in einen westdeutschen Rentenwert und in einen ostdeutschen Rentenwert aufteilt und jährlich neu ermittelt. Am besten ist es deshalb, sich jedes Jahr die aktuelle Renteninformation anzuschauen. Bei Fragen hilft die Deutsche Rentenversicherung unter der Service-Telefonnummer: 0800 – 1000 4800.

 

Rentenarten – Wer bekommt welche Rente?

1. Regelaltersrente

Diese Art der Rente erhält grundsätzlich jeder Arbeitnehmer, der während seines Arbeitslebens Beiträge an die Rentenversicherung geleistet hat. Dazu gehören Pflichtbeiträge, freiwillige Beiträge, Zeiten von Pflege von Angehörigen, Kindererziehung, Versorgungsausgleich und geringfügiger Beschäftigung. Auch Zeiten als Soldat oder in Gefangenschaft werden mitgerechnet. Es besteht die Möglichkeit, früher in Rente zu gehen. Dabei sind besondere Gegebenheiten zu beachten. Die Wartezeit beträgt 5 Jahre.

2. Altersrente für besonders langjährig Versicherte

Voraussetzung ist, dass 45 Jahre lang Pflichtbeiträge in die Rentenkasse gezahlt wurden. Dann kann  die Altersrente mit 65 Jahren ohne Abschläge in Anspruch genommen werden. Auch bei dieser Rente werden bestimmte Zeiten anerkannt.

3. Altersrente für langjährig Versicherte

Hier gilt folgende Regelung:

  1. Geburtsjahr vor 1949: Rentenbeginn grundsätzlich mit 65 Jahren  oder ab 63 Jahren mit einem Abschlag von 7,2 Prozent
  2. Geburtsjahr  1949 – 1963:  Altersgrenze des Rentenbeginns steigt stufenweise
  3. Geburtsjahr ab 1964: Rentenbeginn mit 67 Jahren oder ab 63 Jahren mit einem Abschlag von bis zu 14,4 Prozent

Achtung: Für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute gelten Sonderregelungen.

4. Altersrente für Frauen bis Geburtsjahr 1951

Frauen, die diese Voraussetzung erfüllen, haben  Anspruch auf Altersrente wenn sie mindestens 15 Jahre Versicherungszeit erbracht haben. Davon müssen 10 Jahre lang Pflichtbeiträge geleistet worden sein, die nach dem 40. Lebensjahr erbracht worden sind. Zu den anrechenbaren Zeiten gehören auch Zeiten, in denen die Frauen Sozialleistungen in Anspruch genommen haben, Zeiten der nicht erwerbsmäßigen Pflege von Personen, Kindererziehungszeiten und Ausübung von Minijobs. Diese Rente kann ab dem 65. Lebensjahr in Anspruch genommen werden oder ab dem vollendeten 60. Lebensjahr mit Abschlägen.

5. Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit

Diese Rente kann ab dem 65. Lebensjahr in Anspruch genommen werden oder ab 63 Jahren mit Abschlägen, wenn folgende Voraussetzungen (alle) erfüllt sind:

  • Geburtsjahr: vor 1952 
  • Versicherungszeit: mindestens 15 Jahre
  • Arbeitslosigkeit bei Rentenbeginn (nach Vollendung des Lebensalters 58 Jahre und 6 Monate. Die Arbeitslosigkeit muss 52 Wochen bestanden haben oder Altersteilzeit von mindestens 24 Kalendermonaten)
  • Beitragszeit: innerhalb der letzten 10 Jahre vor Rentenbeginn müssen mindestens 8 Jahre Pflichtbeiträge geleistet worden sein

 6. Altersrente für Schwerbehinderte

Aufgrund von Schwerbehinderung ist der Erhalt einer vorzeitigen Altersrente möglich. Die Voraussetzungen hierfür sind:

  • Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent und 
  • Mindestversicherungszeit  von 35 Jahren 

Bei Versicherten, die vor 1951 geboren wurden reicht die Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit nach früherem Recht.

Achtung: Wer Rente bezieht und nebenbei arbeitet, muss auf die Hinzuverdienst-Grenze achten, ansonsten wird die Rente ggf. gekürzt. Erst  ab dem Alter von 67 Jahren darf unbegrenzt hinzuverdient werden.

 

Fazit der Rentenarten

Das Ziel der Deutschen Rentenversicherung ist es, Generationen zu sichern. Dieser Grundsatz ist durchaus gesellschaftspolitisch erstrebenswert und zukunftsweisend. Hierbei müssen jedoch mit dem demografischen Wandel die finanziellen Stabilitätsfaktoren einer gesetzlichen Rentenversicherung für die verschiedenen Rentenarten verändert beziehungsweise angepasst werden. Doch genau das ist es, was bei einer zunehmenden älteren Bevölkerung gegenüber einer stark abnehmenden jungen Generation zu einem immer größeren finanziellen Konflikt führt. Umlagefinanzierte Systeme wie die gesetzliche Rentenversicherung werden langfristig umso instabiler, wie die Kluft zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern immer größer wird. Nicht zuletzt werden auch die verschiedensten Rentenarten eine langfristig sichere Stabilität der finanziellen Rahmenbedingungen belasten.

Brutto-Rente ist nicht gleich Netto-Rente

Bei all diesen verschiedenen Rentenarten ist für die Rentenempfänger im Wesentlichen nur eine Netto-Rente unter Berücksichtigung der Besteuerung und der Inflation maßgeblich. Hier sind natürlich für viele Menschen ernüchternde Überraschungen im Rentenbezugsalter heute und morgen feststellbar, da die mögliche Netto-Rente in den Renteninformationen nicht publiziert werden. Eine nicht hinzunehmende Irreführung, die auch dazu beiträgt, dass Millionen Menschen dadurch veranlasst werden, zu wenig für die private Altersvorsorge anzusparen.  Nach Auskunft des Rentenexperten Claus Roppel muss hier einfach mehr Durchblick und Offenheit den Rentenempfängern von morgen zugänglich sein. Die Deutsche Rentenversicherung rät ihren Versicherten, rechtzeitig den Ruhestand zu planen. Claus Roppel und die Spezialisten der Finanzberatung Düsseldorf bestätigen das.  Sie empfehlen den Arbeitnehmern, sich die  jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung genau durchzulesen und sich rechtzeitig zu informieren wieviel Rente später ausbezahlt wird. Viele Menschen übersehen, dass von der Rente auch noch Krankenkassenbeiträge und Steuern abgezogen werden müssen. Am 18.12.2013 berichtete “DasErste.de” an einem Beispiel, dass nach heutiger Rechnung bei einer Erzieherin mit einem Bruttogehalt von derzeit 2.700 Euro im Rentenalter nur 1.333 Euro brutto übrig bleiben. Nach Abzug von Steuern und sonstigen Abgaben erhält sie dann nur 950 Euro netto Rente – trübe Aussichten! Es wird deshalb jedem dringend geraten, rechtzeitig vorzusorgen. Lassen Sie den kostenlosen Renten-Check bei der Finanzberatung Düsseldorf machen. Die Experten helfen Ihnen dabei, etwaige Versorgungslücken aufzudecken. Sie erreichen die Finanzberatung Düsseldorf unter der Telefonnummer: 0211 – 557 1377. 

 

Bildnachweis: ©detailblick – Fotolia.com


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Claus Roppel
 

Claus Roppel ist Finanzcoach & Investmentexperte. Seine Tätigkeitsschwerpunkte bauen auf den weltbesten Investment-Strategien auf. Dabei liegt sein Fokus in der ganzheitlichen Beratung für einen sicheren Vermögensaufbau. Mit der von ihm entwickelten 4-Säulen-Strategie zeigt er, wie auch heute noch ein Vermögensaufbau von einer Million € und mehr sicher in nur 4 Schritten aufgebaut werden kann. Gerade in Zeiten von Null-Zinsen oder sogar Strafzinsen, Bankenkrisen, weltweiter Staatsverschuldung hilft er Ihnen, Ihre eigene finanzielle Vermögenssicherung zu gestalten.