Grundsteuer verfassungswidrig?

Grundsteuer auf dem Prüfstand

Grundsteuer. Jeder Eigentümer von Grundstücken muss für sein Eigentum regelmäßig Grundsteuer bezahlen – einmal im Jahr, bzw. aufgeteilt auf 4 Quartale. Das Geld erhalten die Kommunen.

Ohne diese lukrative Steuer wären viele Kommunen schon längst pleite, denn es geht schließlich um Milliardenbeträge. Nun steht die Grundsteuer,  bei der es seit 1964 in Westdeutschland und seit 1935 in Ostdeutschland keine neue Bewertung mehr gab, auf dem Prüfstand.

 

Grundsteuer – Was ist das?

Die Grundsteuer ist die wichtigste und größte Einnahmequelle der Gemeinden und Städte. Sie beträgt ca. 10 % des gesamten gemeindlichen Steueraufkommens. Im Jahr 2016 wurde sie für ganz Deutschland mit 14 Milliarden € für bebaute und bebaubare Grundstücke, sowie 400 Millionen € für land- und forstwirtschaftliche Grundstücke beziffert.
 
Nun wird vermutet, dass das Bundesverfassungsgericht die Grundsteuer kippen will. Bei einer erwarteten Reform wird dies beträchtliche finanzielle Auswirkungen auf die Gemeinden und Grundstückseigentümer haben. Auch alle Mieter sind betroffen, da sie über die Nebenkostenabrechnung an der Steuer beteiligt werden.
 
Investmentexperte und Finanzcoach Claus Roppel befürchtet: “Wer in teuren Lagen wohnt, wird künftig vermutlich mehr zahlen müssen.” Der Immobilienboom und damit verbunden die höheren Preise für Grundstücke seien unter anderem als Ursache festzumachen.
 
“Das heißt aber nicht, dass im Umkehrschluss Eigentümer in Gegenden mit fallenden Preisen für Immobilien entlastet werden.” , so der Experte. Gemeinden mit geringerem finanziellen Spielraum und weniger Einnahmen werden bestimmt nicht auf diese Einnahmequelle verzichten.

Grundsteuer -Haus mit rotem Dach 

Grundsteuer – Reform

Bereits im Jahr 2014 entschied der Bundesfinanzhof, dass das momentane Berechnungsverfahren gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstoße und somit nicht gerecht sei. Die Erhebung ist nicht einheitlich in Deutschland geregelt. Ein ausschlaggebender Faktor für die Bemessung der Höhe ist der Hebesatz.

Dieser ist ein Multiplikator, mit dem der Einheitswert von Immobilien berechnet wird. Hier sind die Unterschiede in den einzelnen Bundesländern und Städten beträchtlich. In Schleswig-Holstein beträgt der Hebesatz z. B. im Durchschnitt 319 Prozent und ist somit am niedrigsten und in Nordrhein-Westfalen 520 Prozent. NRW ist folglich das Bundesland mit dem höchsten Hebesatz. 

Man darf dabei nicht vergessen, dass die Städte den Hebesatz selbst festlegen. Die Messzahlen werden durch das Steuergesetz festgelegt, der Hebesatz wird jedoch von der Kommune selbst reglementiert. Sie haben hierbei freie Hand.

Die Hebesätze in Deutschland liegen zwischen 80 Prozent und über 900 Prozent. Neun von zehn Städten mit den höchsten Hebesätze liegen in Nordrhein-Westfalen. Witten liegt mit 910 Prozent an der Spitze, gefolgt von Hattingen mit 875 und Duisburg mit 855 Prozent. 

 

 Grundsteuer -Münzgeld und Spielzeughaus aus Holz

Grundsteuer – Was wird sich ändern?

Die Politik hat die Grundsteuer seit ihrer Entstehung nie reformiert. Nun soll das Bundesverfassungsgericht prüfen, ob eine Reform erforderlich ist. In der Regel wird für die Umsetzung einer solchen Reform eine Frist gesetzt und wenn diese nicht eingehalten wird, kann es sein, dass das Bundesverfassungsgericht die Aussetzung der Grundsteuer beschließt.
 
Treffen Sie rechtzeitig Vorsorge und schaffen Sie sich hierzu ein separates Liquiditätskonto mit jährlicher Rendite von rund 6 %, um Steuererhöhungen nicht mit teuren Kreditbelastungen finanzieren zu müssen.

Clevere und weitsichtige Sparer, Anleger und Investoren verfolgen ohnehin eine Mehrkonten-Anlagestrategie. Viel zu viele Immobilieneigentümer haben hier erheblichen Nachholbedarf, um genügend Liquidität mit Renditen über der Inflationsrate aufzubauen.

Aufgrund der aktuellen Situation bietet die Finanzberatung Düsseldorf Strategiegespräche mit Claus Roppel zu dem brisanten Thema an. 
 
Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema? Schreiben Sie einen Kommentar.

 

Bildnachweis: Pixabay.com

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