Immobilienblase

Immobilienblase

Was ist eine Immobilienblase?

Eine Immobilienblase entsteht, wenn Immobilien zu hoch bewertet werden. Durch die bereits so lange andauernde Niedrigzinsphase und die Inflation in Deutschland setzen immer mehr Bundesbürger auf Sachwerte, wie z. B. Immobilien und kaufen diese verstärkt. Gerade in der letzten Zeit stieg das Interesse an Eigentumswohnungen und Häusern dermaßen stark an, dass dadurch die Preise richtig explodierten. In deutschen Großstädten wird Wohnraum teilweise völlig überteuert angeboten. Preis und Leistung stehen in keiner vernünftigen Relation mehr zueinander. Die Bundesbank warnt Kaufinteressenten sogar mittlerweile vor einem übereilten Kauf, da die Preise für Immobilien in einigen Großstädten um ca. 20 bis 25 % zu hoch bewertet seien. Gerade die 7 Standorte und Mega-Städte wie Hamburg, München, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Berlin erleben hohe Preissprünge nach oben.In Düsseldorf sind es sogar mehr als 25 %. Hier werden beispielsweise 50 qm große Neubauwohnungen zum Preis von nicht selten 5.000  Euro pro qm angeboten. Aber auch in anderen Ballungszentren explodieren die Preise. So mancher Käufer zahlt in Spitzenlagen Liebhaberpreise, die fern von der Realität eines soliden Investments erscheinen, welches sich langfristig für den Käufer auszahlen soll. Viele Investoren und Käufer lassen sich in der Niedrigzinsphase von den geringen Darlehenszinsen blenden und übersehen dabei nach Meinung des Finanzexperten Claus Roppel von der Finanzberatung Düsseldorf, dass eine Immobilie  als Eigentum zu bewerten ist wenn diese auch tatsächlich bis auf den letzten Cent beglichen ist. Investoren unterschätzen erfahrungsgemäß das hohe Risiko einer möglichen Anschlussfinanzierung nach Ablauf der Zinsbindung. Wenn z. B. nach 10 Jahren Zinsbindung bei Krediten die Darlehenszinsen um nur 2 oder 3 % wieder nach oben gestiegen sind, so ist eine große Zwangsversteigerungs-Welle nicht auszuschließen. Häufig sind dann die Finanzierungskosten der Immobilieneigentümer weitaus höher, als zu Beginn der Finanzierung. Doch die Kaufwelle wird begleitet von einer Preisexplosion, die offensichtlich noch nicht zu Ende ist. Somit ist die Gefahr einer Immobilienblase größer. Diese Meinung vertreten nicht alle.

Verschiedene Meinungen zur Immobilienblase

Während Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vor der Immobilienblase warnt, ist Hans-Werner Sinn, Präsindent des IFO-Instituts für Wirtschaftsforschung überzeugt, dass es gar keine Immobilienblase in Deutschland gibt. Im Vergleich zu anderen Ländern seien die Preise für Immobilien in Deutschland seiner Meinung nach moderat. Die Überlegungen zu einer Blasenbildung am deutschen Immobilienmarkt müsse man sich nach seiner Ansicht erst nach 5 Jahren stellen. “Bis eine Immobilienblase platzt, dauert es in der Regel eineinhalb Jahrzehnte. Ich sehe derzeit keine Immobilienblase.”, ist Hans-Werner Sinn überzeugt. Er ist überzeugt, dass die Entwicklung in Deutschland vor 4 Jahren begonnen hat. Es bleibt nun abzuwarten, wer hier Recht behält. Doch sollte jeder Käufer sich die Frage stellen: Kann ich mit dem Erwerb meiner Immobilie diese auch in stürmischen Zeiten, wie einer Darlehenszinsanpassung mit dem eigenen wirtschaftlichen Einkommen auch halten? Schließlich ist man mit einer Immobilie – falls sich der Markt dreht – dann möglicher Weise sehr immobil.

 

Wann explodiert die Immobilienblase?

Bei einer Immobilienblase steigen die Preise für Immobilien über einen bestimmten Zeitraum sehr stark an, um dann ganz plötzlich abzufallen.  Man kann sich das in etwa so vorstellen, wie bei einer übervollen Blase, die irgendwann zwangsläufig platzt. Immobilienblasen werden von Experten als Auslöser für die Krisen in EU-Ländern wie Spanien und Irland gesehen. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka-Bank äußert sich zu den momentanen Preissteigerungen am Immobilienmarkt folgendermaßen: “Hohe Immobilienpreise sind derzeit erklärbar, weil andere Anlageformen kaum Rendite bringen.” Finanzexperte Claus Roppel vertritt die Meinung: Das Problem sei insbesondere das niedrige Zinsniveau. Viele Bürger haben ihr Geld auf Sparbüchern, Tages- und Festgeldkonten sowie in Lebensversicherungen angelegt. Hierbei investieren sie aber leider nur in Geldwerte. Sie erhalten zurzeit nur mickrige Zinsen unterhalb der Inflationsrate und nun wurde der Leitzins von der EZB noch weiter abgesenkt (Finanz-Erfolgscoaching berichtete). Millionen Sparern fehlt es an Mut und Kentnissen, die Regeln des Finanzmarktes richtig einzuschätzen. Geldwerte  haben keinen ausreichenden Kaufkrafterhaltungsschutz bei Währungsreformen. Investitionen in Sachwerte hingegen wie Immobilien, Grundstücke, Aktien, Fonds, Beteiligungen oder Gold bieten einen besseren Schutz gegenüber dem reinen Geldwert – auch bei Währungsreformen. Währungsreformen gab es schließlich schon 3 Mal in unserer Geschichte und inwieweit die Währung “Euro” erhalten bleibt, das wird wohl niemand garantieren können. Hier steckt das Gefahrenpotenzial drin. Geldwerte sind Papiergeld. Sachwerte hingegen sind wie “Betongold”. Unter langfristiger Betrachtung haben die Sachwerte immer die Geldwerte geschlagen. Klug für jeden Anleger ist dabei sein Geld verteilt in verschiedene Sachwerte anzulegen. Eine Voraussetzung hierzu ist, nicht kopflastig nur in Immobilien zu investieren, sondern auch die anderen Anlageformen der Sachwerte zu nutzen.

 

Finanzberatung Düsseldorf zur Immobilienblase

In der augenblicklichen Phase ist es nicht sinnvoll, in Geldwerte zu investieren, geschweige denn, sein Geld auf dem Sparbuch zu lassen. Bei einer möglichen Währungsreform – die man zumindest ins Auge fassen sollte – stellen Immobilien einen Wert dar, Geld hingegen nicht, denn es ist nur Papier. Aber auch die Investition in Immobilien sollte wegen der weiter wachsenden Immobilienblase und der Warnung der Experten vor dem Kauf von stark überteuerten Immobilien sehr gut überlegt werden. Wenn die Immobilienblase platzt, dann purzeln die Preise, allerdings werden dann vermutlich die Kreditzinsen wieder ansteigen. Die Experten der Finanzberatung Düsseldorf empfehlen deshalb zurzeit einen Anlagen-Mix, der auf Sachwerten basiert. Dabei findet jeder Anleger die individuelle Geldanlage, abhängig von seinen persönlichen Wertvorstellungen, finanziellen Voraussetzungen und Anlegertyp (nach gewählter Anlageklasse von konservativ bis dynamisch). Eine weitere Möglichkeit ist die Investition in Gold und andere Edelmetalle. Wer hierzu nähere Informationen wünscht, vereinbart am besten direkt einen Termin mit der Finanzberatung Düsseldorf.

 

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Bildnachweis: ©Tiberius Gracchus – Fotolia, pelvidge – Fotolia, celeste clochard – Fotolia, Kati Neudert, Finanz-Erfolgscoach Claus Roppel