Bargeldverbot in Aussicht – Eilmeldung

Bargeldverbot in Aussicht - Eilmeldung

Bargeldverbot – Weshalb soll Bargeld abgeschafft werden?

Bargeldverbot – Fantasie oder Realität? Menschen, die nie Geld im Portemonnaie haben, scheint das Bargeldverbot im ersten Moment nicht zu schocken. Sie zahlen ohnehin mit Karte und wägen sich scheinbar in Sicherheit, weil sie glauben, sie wären vom Bargeldverbot nicht betroffen. Experten sehen die Abschaffung des Bargelds jedoch als einen weiteren Schritt in der anhaltenden europäischen Finanz- und Schuldenkrise in Richtung Enteignung der Sparer und Anleger. Ist die vor mehr als 150 Jahren geprägte Freiheit des Geldes nun auf Abwegen? Es ist wohl mittlerweile immer mehr Menschen bekannt, dass die Regierungen dieser Welt einen Schuldenberg über die Jahre mit der Finanzkrise 2008 vermehrt aufgebaut haben. Dieser weltweite Schuldenberg hat zwischenzeitlich um 57 Billionen US Dollar zugelegt. Wer glaubt da noch allen Ernstes, dass die gesamte weltweite Verschuldung von privaten Haushalten über Regierungen, Finanzunternehmen sowie sonstige Unternehmen, die Anfang 2014 mit einer astronomischen Größenordnung von 199 Billionen US Dollar jemals solide abgebaut werden kann (Quelle: Thomas Reuters Datastream)? Schauen wir nur auf Europa, so spricht zum Beispiel William White, langjähriger Berater der Bundeskanzlerin auch über Schuldenexzesse, einen Währungskrieg und den drohenden Finanzinfarkt. Leider werden keine Schulden real abgebaut, sondern die Druckmaschinen zur Schaffung von neuem Geld laufen heiß und den Bürgern droht nun aus Brüssel mit den Plänen der EU Kommission ein mögliches Bargeldverbot ab 2018.

 

Bargeldverbot in der EU?

Auslöser hierfür sind neben der weltweiten Verschuldung und der viel zu lockeren Geldpolitik die erheblichen Kosten für die Herstellung von Bargeld. Mit der bereits erfolgten Diskussion um das Bargeldverbot in Dänemark (EU-Land mit eigener Währung: Dänische Kronen) ist als Zwischenergebnis festzuhalten, dass diese sich Plänen zufolge schon ab 2016 von ihrem Bargeld verabschieden sollen. In bestimmten Bereichen wie z. B. kleineren Geschäften oder Cafés, sollen die Kunden ab 2016 in Dänemark nur noch mit der Karte bezahlen können. Während man hierzulande oft verständnislos angeschaut wird, wenn man Kleinbeträge unter 10 Euro mit der Karte bezahlen möchte ist dies mittlerweile in vielen Ländern gang und gäbe, wie beispielsweise in England oder den USA. Die Ökonomen Peter Bofinger und Kenneth Rogoff – ehemaliger Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds – empfehlen die Abschaffung des Bargelds, um Kriminalität wie Schwarzarbeit, Drogenhandel oder Korruption besser einzudämmen. Deutsche möchten jedoch nicht auf Bargeld verzichten. Einer Umfrage von You Gov zufolge stimmten 74 Prozent der Befragten gegen die Abschaffung des Bargelds in Deutschland.

 

Bargeldverbot und die Folgen?

Was ist Ihr Geld bei einem Bargeldverbot überhaupt noch wert? “Dazu muss man sich zunächst die Frage stellen, warum überhaupt Geld erfunden wurde.” so Claus Roppel, Vermögensberater und Finanzexperte. Als die Menschen sich als Jäger und Sammler noch selbst versorgten, war kein Geld erforderlich. Im Laufe der Zeit spezialisierten sich die Menschen auf verschiedene Berufe und begannen nun, die benötigten Güter zu tauschen. Allerdings gingen diese Tauschaktionen nicht immer für beide Seiten gerecht aus, weil die Tauschgüter unterschiedliche Werte hatten oder verderblich waren. Deshalb wurde Geld als Ersatzwert erfunden. Das Geld wird heute von den Zentralbanken der einzelnen Länder herausgegeben. In Deutschland ist das die Bundesbank. Nach Angaben der Bundesbank stieg das im Umlauf befindliche Bargeld seit 1950 bis zum Ende des Jahres 2000 von 4,3 Milliarden Euro auf rund 140 Milliarden Euro an, nicht zuletzt durch die Wiedervereinigung.

 

Was geschieht bei einem Bargeldverbot?

Wenn das wirklich so kommen sollte, dann darf nur noch mit Kreditkarte oder eCash-Karte bezahlt werden. Auch Überweisungen zwischen verschiedenen Konten sind möglich. Begründet wird die Abschaffung des Bargelds von Befürworten einerseits mit den hohen Kosten für die Herstellung, die alleine in Deutschland mit rund 12,5 Milliarden Euro jährlich beziffert wird und andererseits mit einem erwarteten Rückgang von Kriminalität. In Schweden sei die Kriminalität nach Abschaffung der Bargeldzahlungen um 10 % gesunken. Banküberfälle, Diebstahl und Schwarzgeld sollen mit Abschaffung des Bargelds der Vergangenheit angehören. Allerdings muss man sich auch vor Augen führen, dass nun jeder Bezahlvorgang überwacht wird. Egal, ob Sie sich morgens um 7 Uhr ein Päckchen Taschentücher im Drogeriemarkt kaufen, um 12 Uhr Aspirin und Hustensaft in der Apotheke oder um 23 Uhr eine Tafel Schokolade an der Tankstelle, wer wissen möchte, wann Sie wo waren, der hat nun noch bessere Möglichkeiten der Überwachung. Spätestens seit der NSA-Affäre weiß aber fast jeder, wie leicht diese Überwachung tatsächlich schon lange ist. Und Kreditkartenbetrug ist bis heute nicht in jedem Falle auszuschließen. Wenn dieses Bargeldverbot kommt, so ist natürlich damit faktisch kein Münzgeld oder Papiergeld in Form von Scheinen verfügbar. Alles liegt mehr oder weniger bei irgendeinem Bankinstitut und könnte in einem Notfall – wie zum Beispiel bei einem Finanzinfarkt – möglicherweise jederzeit eingezogen werden. So wie zurzeit in Griechenland aus Angst vor Bankenpleiten viele Griechen ihr Geld von Konten abheben und für andere private Zwecke verwenden, so könnten die Regierungen mit einem Bargeldverbot eine Plünderung der Bankkonten im Notfall verhindern. Offensichtlich hat man nach der Lehman Pleite keine freiheitlich demokratische Geldpolitik im Visier. Mal angenommen, es gibt kein Bargeld mehr, so wäre es ein Leichtes für die Regierung, bei einem neuen Crash oder Finanzinfarkt Kontoüberweisungen von Kundcn zu stoppen. Die ursprüngliche geprägte Freiheit des Geldes ist zunehmend in Gefahr. “Neben Steuern auf vorhandene Sparguthaben in Spanien, Negativzinsen und Strafzinsen auf Guthaben auch in Deutschland wird nun ein mögliches Bargeldverbot die geprägte Freiheit des Geldes als Wertaufbewahrungsmittel für uns Bürger zunehmend in’s Abseits bringen”, so Claus Roppel.

Bargeldverbot und Gold

Vorsicht – Vorsicht! Viele Bürger wollen sich mit Hamsterkäufen von Gold oder anderen Edelmetallen vor drohender Enteignung oder Bargeldverbot schützen. Hier sollte man jedoch sehr vorsichtig sein, denn Goldkäufe werden in der Regel registriert.  Bei einem Bargeldverbot muss damit gerechnet werden, dass die Regierung auch ein Goldverbot erlässt. In einem solchen Fall ist zu befürchten, dass das Gold zum aktuellen Kurs der Landeswährung eingetauscht werden muss. Wer sich dem widersetzt, muss mit harten Strafen rechnen. In den USA gab es beispielsweise 1933 ein Goldverbot. Auch der Besitz von Goldschmuck oder Goldmünzen war nur bis zu einem maximalen Wert von 100 US Dollar erlaubt. Goldbesitzer wurden mit Strafen von damals etwa 10.000 US Dollar belegt. Nach dem heutigen Kurs wären das ca. 170.000 US Dollar, die ein Goldbesitzer zahlen musste. Wahlweise konnte er auch für 10 Jahre hinter Gitter gehen. Dieses Goldverbot wurde erst 1974 aufgehoben.

 

Wie können Sie sich bei einem Bargeldverbot vor Verlust schützen?

Vermögensberater Claus Roppel ist Spezialist für Kapitalanlagen zum Vermögensaufbau. Er macht immer wieder die Erfahrung, dass sich die Deutschen nicht genügend um ihre Finanzangelegenheiten kümmern. Erfreulicherweise ist jedoch festzustellen, dass Leser dieses Blogs ein besseres Geldbewusstsein erhalten, als Bürger, die sich um ihre Finanzen so gut wie gar nicht kümmern. Vermehrt nehmen Leser in der heutigen Zeit die Beratungen der Experten der Finanzberatung Düsseldorf in Anspruch. Claus Roppel bietet darüber hinaus Finanztraining und Finanzcoaching an. Sein Ziel ist es, jedem Menschen zu seinem persönlichen Finanz-Erfolg zu verhelfen. Sein neues Buch Der Geldkompass gibt mehr Einblicke rund um’s Geld. Interessierte können dieses bei amazon als digitales Buch oder Download-Version hier bestellen.

 

Bildnachweis: Presentermedia

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