Arbeitgeber und die bAV

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Arbeitgeber und die bAV - Richter mit Gesetzbuch

 

Arbeitgeber – Aufklärung zur bAV?

Wenn ein Mitarbeiter nach der bAV fragt, hat der Arbeitgeber keine Wahl – er muss sie anbieten. Seit mehr als 10 Jahren – seit 2002 –  sind Arbeitgeber in der Pflicht, ihren Mitarbeitern eine betriebliche Altersvorsorge anzubieten. Hierzu zählt insbesondere die Pflicht des Arbeitgebers über eine Entgeltumwandlung von einem bestimmten Teil des Bruttoeinkommens des Beschäftigten, diese mit Steuer- und Sozialversicherungseinsparungen für Arbeitnehmer und Angestellte aufzuklären. Sollte die bAV vom Chef oder Arbeitgeber also noch nicht eingerichtet worden sein, so sollte es nun unmittelbar umgesetzt werden.  Auch wenn das jüngste Urteil die ursprünglichen Aufklärungspflichten des Arbeitgebers abgeschwächt hat, so ist nach Meinung der Finanzberatung Düsseldorf dieses nun kein Grund für Arbeitgeber, die Aufklärungs-, Informations- und Fürsorgepflicht gegenüber Arbeitnehmern zu vernachlässigen. Finanz-Experte Claus Roppel warnt ausdrücklich davor, dass diese neuen rechtlichen Rahmenbedingungen mit dem letzten Urteil zukünftig  durch neue rechtliche Betrachtungsweisen wieder geändert werden können.  So manch einer hat schon die Erfahrung gemacht, dass bei Gerichten nicht immer das erhoffte Recht ausgesprochen wurde, sondern ein Urteil gefällt wurde. Im Rahmen der zunehmenden europäischen rechtlichen Einflussnahme sind die heutigen Urteile in der Zukunft möglicher Weise wieder Vergangenheit. Es muss nach Einschätzung der Finanzberatung Düsseldorf bei dem komplexen Thema der betrieblichen Altersvorsorge  eine klare dauerhafte Rechtssicherheit für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und die Anbieter von betrieblichen Versorgungseinrichtungen gewährleistet werden. Nur das schafft Vertrauen und fördert die neue intelligente Form der Altersvorsorge.

 

Arbeitgeber – Chance mit der bAV auf Fachkräfte

Für die Sicherung des sozialen Frieden ist das Gebot der Stunde die stetig steigende Altersarmut damit zu bekämpfen. Mittlerweile ist in breiten Teilen der Bevölkerung das unsolide Finanztrauma der gesetzlichen Rentenversicherung bekannt. Die gesetzliche Rente ist keineswegs für einen angemessenen Lebensstandard für Millionen von Menschen ausreichend. Schon heute beziehen 6 Millionen Rentner eine gesetzliche Rente von unter 500 Euro. Damit dieses nicht zukünftig zu einem explodierenden Pulverfass wird, sind hier von der Politik und vom Gesetzgeber mehr Transparenz und eindeutige rechtliche Grundlagen zu erwarten. Das jüngste Urteil bestätigt wieder mal, wie es mit der Rechtssicherheit um die betriebliche Altersvorsorge in Deutschland wirklich steht. Einerseits sollen Arbeitgeber Informations-, Aufklärungs- und Fürsorgepflichten gegenüber Arbeitnehmern einbringen, doch andererseits wurden diese nun wiederum auf unbestimmte Zeit entschärft.  Allerdings sollte jeder Arbeitgeber sich bewusst werden, dass die bAV viele Vorteile für ihn hat. Letztendlich ist die bAV ein zusätzliches personalpolitisches Argument bei der Neueinstellung von Arbeitnehmern und Angestellten; eine gute Vorsorge vor einem wachsenden Fachkräftemangel in Deutschland! Rein lohnorientierte Arbeitgeber verpassen ihre Wettbewerbschance wenn sie die betriebliche Altersvorsorge nicht konsequent umsetzen und fördern. Moderne und zeitgemäße Vergütungssysteme sollten nicht rein lohnorientiert, sondern auch vorsorgeorientiert sein. Anspruch auf die Einrichtung der Betriebsrente haben Angestellte, Arbeiter, Auszubildende, nichtbeherrschende Gesellschafter, Geschäftsführer von Gesellschaften und Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften. Die bAV kann auch weiteren Personen zugesagt werden, wenn sie ausschließlich für diesen Arbeitgeber tätig sind.
Eine Betriebsrente oder ein Versorgungswerk mit gleich mehreren Durchführungswegen für die Mitarbeiter kann ohne großen Aufwand eingerichtet werden. Jedoch ist es zu zeitintensiv für den Arbeitgeber oder Chef, sich um die ganzen rechtlichen Rahmenbedingungen, Auflagen sowie eine professionelle Umsetzung selber zu kümmern. Hier ist es empfehlenswert, sich einen auf diesen Bereich spezialisierten Dienstleister, wie die Finanzberatung Düsseldorf zu Rate zu ziehen.

 

Vorteile für den Arbeitgeber

Die finanziellen Vorteile für den Arbeitgeber liegen auf der Hand. Durch die betriebliche Altersvorsorge der Arbeitnehmer seiner Firma kann er die Betriebsausgaben senken. Für die Beiträge des Arbeitgebers zur bAV fallen nämlich nur teilweise Lohnnebenkosten an.  Darüber hinaus sind  diese Beiträge bei einigen Durchführungswegen bis zur Höhe von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze sozialversicherungsfrei. Außerdem sind sie bei Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds und Unterstützungskasse auch noch steuerlich abzugsfähig. Bei der Pensionszusage wirken sich die bAV Beiträge zumindest steuermindernd aus. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass durch die Einrichtung des Versorgungswerkes die Mitarbeiter besser an das Unternehmen gebunden werden. Nicht zuletzt bekundet der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern gegenüber seine Fürsorge und soziale Kompetenz, sowie sein Interesse am Wohlergehen und  an einer guten Absicherung seiner Beschäftigten im Anschluss an das Arbeitsleben. Das führt nicht zuletzt dazu, dass die Mitarbeiter viel motivierter arbeiten werden. Es stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Betriebsklima innerhalb der Firma. Der wesentliche Vorteil der betrieblichen Altersvorsorge gegenüber einer kapitalgedeckten Absicherung im Alter für die Beschäftigten führt zu mehr Gerechtigkeit. Das fördert den sozialen Frieden. Jeder Arbeitgeber wünscht sich, dass seine Produkte auch in Zukunft gekauft werden. Dieses wird nur mit zahlungskräftigen Kunden dauerhaft gewährleistet sein, die auch noch im Alter genügend Geld (Rente) zum Ausgeben haben.
Ein dreistufiges Versorgungsmodell ist für Arbeitgeber die Königsdisziplin. Das Versorgungswerk einer Direktzusage ist für die Zielgruppe Gesellschafter und Geschäftsführer interessant. Die Unterstützungskasse ist für Führungskräfte, sowie leitende Angestellte und Gutverdienende bedeutend, die Direktversicherung für Arbeitnehmer und Angestellte. Diesss dreistufige Angebotsmodell lässt sich gezielt nach den Bedürfnissen des Arbeitgebers anpassen. Die Finanzberatung Düsseldorf empfiehlt hierzu folgenden Weg: Die Analyse-Beratung-Service – Strategie (ABS-Strategie).

ABS- Strategie:

A – Analyse: Bestandsaufnahme mit individueller Wirtschaftlichkeitsberechnung

B – Beratung: von der Mitarbeiterinformation mit den Gesprächen auch bei Arbeitnehmervertretern

S – Service: die rechtlich geprüften Unterlagen von der Vorbereitung bis zum Full Controlling

 

Rechtliche Aspekte für den Arbeitgeber

Die Einrichtung einer betrieblichen Altersvorsorge für die Mitarbeiter hat rechtliche Konsequenzen für den Arbeitgeber. Die bAV beruht auf einer arbeitsrechtlichen Zusage des Arbeitgebers. Die rechtliche Grundlage dafür ist entweder im Tarifvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder in einem einzelnen Vertrag geregelt. Eine Vereinbarung über die Entgeltumwandlung ist somit rechtlich gesehen eine Änderung des Arbeitsvertrages. Einerseits ist der Arbeitgeber oder Chef alleine berechtigt, den Anbieter der Betriebsrente zu wählen, andererseits haftet er für die Zusagen, die er im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge macht. Dies ist bei dem Pensionsfonds von großer Bedeutung. Daher ist der Arbeitgeber verpflichtet, einem Pensionssicherungsverein beizutreten. Weiterhin ist gesetzlich geregelt, dass bei der bAV alle Arbeitnehmer gleich behandelt werden müssen. Keiner der Mitarbeiter darf aus irgendwelchen Gründen von der bAV benachteiligt oder ausgeschlossen werden. 

 Zusagen vom Arbeitgeber

  • Leistungszusage
    Dabei wird dem Mitarbeiter durch den Arbeitgeber eine bestimmte Leistung zugesagt. Das kann z. B.  eine monatliche Rente oder eine einmalige Kapitalleistung sein.
  • Beitragsorientierte Leistungszusage
    Bei dieser Zusage sagt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zu, bestimmte Beiträge regelmäßig oder einmalig an eine Versorgungseinrichtung zu zahlen.
  • Beitragszusage mit Mindestleistung
    Diese Zusage betrifft den Pensionsfonds. Der Arbeitgeber ist in der Haftung für die eingezahlten Beiträge.

Altersvorsorge für Arbeitgeber  – Tipps und Tricks

Die weitreichenden und umfassenden Pflichten die der Arbeitgeber im Rahmen der bAV hat wird leider von vielen Unternehmen unterschätzt. Deshalb ist es unerlässlich, einen Spezialisten bei der Einrichtung und Umsetzung der betrieblichen Altersvorsorge hinzu zu ziehen. Die Finanzberatung Düsseldorf  hat sich auf bAV in kleinen und mittleren Unternehmen (kmu) spezialisiert. Das Experten Team der Finanzberatung Düsseldorf bietet individuelle Betriebsrenten-Konzepte an, die sich an den Bedürfnissen des jeweiligen kmu und seinen Mitarbeitern orientieren. Speziell für kmu wird die  sachwertbezogene Altersvorsorge in Verbindung mit der Betriebsrente mit einem zusätzlichen Branchen- und Ländercontrolling empfohlen. Sind Sie Arbeitgeber und möchten das Versorgungswerk oder einen einzelnen Durchführungsweg der bAV in Ihrem Unternehmen einrichten? Die Spezialisten der Finanzberatung Düsseldorf sind der kompetente Ansprechpartner für Ihre diesbezüglichen Fragen. Sie erreichen die Finanzberatung Düsseldorf unter der Telefonnummer: 0211 – 557 1377 oder per E-Mail: informationsforum100@googlemail.com .

Lesen Sie im nächsten Blog Beitrag mehr zum Thema: Unterstützungskasse!

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Bildnachweis: ©  Erwin Wodicka – Fotolia.com


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Claus Roppel
 

Claus Roppel ist Finanzcoach & Investmentexperte. Seine Tätigkeitsschwerpunkte bauen auf den weltbesten Investment-Strategien auf. Dabei liegt sein Fokus in der ganzheitlichen Beratung für einen sicheren Vermögensaufbau. Mit der von ihm entwickelten 4-Säulen-Strategie zeigt er, wie auch heute noch ein Vermögensaufbau von einer Million € und mehr sicher in nur 4 Schritten aufgebaut werden kann. Gerade in Zeiten von Null-Zinsen oder sogar Strafzinsen, Bankenkrisen, weltweiter Staatsverschuldung hilft er Ihnen, Ihre eigene finanzielle Vermögenssicherung zu gestalten.