Betriebsrente

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Betriebsrente – Eine  rentable Altersvorsorge?

Betriebsrente. Die Geschichte der Betriebsrente ist bereits lang. Sie wird auch als betriebliche Altersvorsorge oder bAV bezeichnet. Schon Ende des 18. Jahrhunderts legten saarländische Bergleute einen Notgroschen in der “Bruderbüchse” für Alter und Krankheit zurück.

Seither wurde von staatlicher Seite einiges zur Stärkung der Betriebsrente getan. Das Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) stammt aus dem Jahr 1975 und die gesetzliche Verpflichtung zur Einrichtung einer betrieblichen Versorgung aus dem Jahr 2002. Weitere Überlegungen sind bereits im Gange – reicht dies aber aus?

Betriebsrente – vielfältig und kompliziert

Im Jahr 2015 gaben laut Statista rund 16,81 Millionen Menschen in Deutschland an, Ansprüche aus einer Betriebsrente zu haben – bei rund 43 Millionen Erwerbstätigen. Herr und Frau Finance staunen nicht schlecht, wurde ihnen doch die Betriebsrente als das “Non plus ultra” der Altersvorsorge angepriesen.

Bezahlen sie die Beiträge selbst – nehmen sie also ihren gesetzlichen Anspruch auf Entgeltumwandlung wahr – dann können sie von Ersparnissen bei der Lohnsteuer und den Sozialabgaben profitieren. 100 Euro Beitragsaufwand belasten unter dem Strich nur mit 50 Euro ihr Portemonnaie.

Finanziert ihr Arbeitgeber die Betriebsrente, bekommen sie praktisch Geld geschenkt. Warum nutzen dann im Vergleich so wenige diese Möglichkeiten? Das lässt den Eheleuten Finance keine Ruhe.

Grundsätzlich kann man bei der Betriebsrente auf eine Entgeltumwandlung von bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung bestehen. Dies macht im Jahr 2016 pro Monat 248 Euro oder hochgerechnet 2.976 Euro pro Jahr. In Einzelfällen können weitere 1.800 Euro umgewandelt werden, aber ohne Sozialabgabenersparnis. Im Rentenbezug fallen zudem Steuern und Krankenversicherungsbeiträge an.  

Ein weiterer Nachteil ist, dass es alleine dem Arbeitgeber obliegt, Durchführungsweg und Anbieter für die Betriebsrente festzulegen. Der Arbeitnehmer hat hier überhaupt keine Möglichkeit der Einflussnahme. Zwar handelt es sich hier um eine Kannvorschrift, aber die meisten Arbeitgeber halten sich trotzdem daran. Dann hat der Arbeitnehmer leider kein Mitsprachrecht.

Ebenso frei ist der Arbeitgeber in seiner Entscheidung, in welchem finanziellen Umfang er sich an der Finanzierung der Betriebsrente beteiligt. Er hat rechtlich die Möglichkeit diese komplett zu übernehmen. Manche Arbeitgeber tun dies, da sie dann Steuervorteile und  haben.

Betriebsrente als Instrument der Personalpolitik

Unter dem Stichwort Fachkräftemangel stoßen Herr und Frau Finance immer wieder auf die Betriebsrente, die zur Motivation und Bindung von verdienten Arbeitskräften dienen soll. Ebenso wird die Steigerung der Attraktivität eines Unternehmens bei der Personalsuche in diesem Zusammenhang genannt.

Das können beide nachvollziehen. Würde ihr vom Arbeitgeber eine betriebliche Altersversorgung auf dessen Kosten angeboten, so wäre das schon ein Argument, das sie von dem Unternehmen überzeugen könnte.

Allerdings könnten sie auf Anhieb gar nicht entscheiden, für welchen Durchführungsweg sie sich begeistern würden. Die Direktversicherung ist ihnen als Betriebsrente bekannt. Hier handelt es sich um eine Lebensversicherung oder eine Rentenversicherung, die mit Zusatzversicherungen ausgestattet werden kann.

Der Arbeitgeber schließt diese Betriebsrente ab und der Arbeitnehmer ist die versicherte Person. Mit Rentenbeginn erhält der Arbeitnehmer die Leistung. Vorher kann er nicht darüber verfügen, lediglich den Vertrag beitragsfrei stellen.

Die anderen möglichen Varianten, nämlich die Pensionskasse, den Pensionsfonds und die Unterstützungskasse sind externe Institutionen und können vom Arbeitgeber damit beauftragt werden, die Betriebsrente zu organisieren. Mit unterschiedlichen Rechtsformen, Eigentümern und Anlagevorschriften nehmen diese Versorgungsträger die Beiträge ein, legen sie an und sorgen für die Einhaltung der zugesagten Leistungen im Alter, bei Tod oder Berufsunfähigkeit – je nach Vereinbarung.

 

Betriebsrente – Die Direktzusage  ist am meisten verbreitet

Herr Finance kennt noch eine Form der Betriebsrente, nämlich die Direktzusage. Der Arbeitgeber sagt seinem Mitarbeiter bei der Direktzusage eine bestimmte Versorgung zu und kann dann selbst entscheiden, ob er die für die Auszahlung notwendigen finanziellen Mittel aus den Betriebserlösen generiert oder eine sogenannte Rückdeckungsversicherung abschließt.

Diese weit verbreitete Form der Betriebsrente wirkt sich auf die Bilanz des Unternehmens aus, denn es können sofort Rückstellungen gebildet werden.

Eine berechtigte Frage bewegt Herrn und Frau Finance aber immer noch. Was passiert, wenn das Unternehmen in die Pleite rutscht?

Für einen solchen Fall müssen Arbeitgeber zur Absicherung der Betriebsrente Beiträge an den Pensionssicherungsverein (PSV) zahlen. Im Ernstfall würde dieser dann für die Auszahlung der zugesagten Betriebsrente einstehen – und musste das in der Vergangenheit auch immer wieder tun.

 

Betriebsrente und ihre PerspektiveEntgeltumwandlung als Pflicht?

Die immer weiter aufklaffende Versorgungslücke im Alter, die nicht zuletzt auf die demografische Entwicklung zurückführen ist, eröffnet einige Spekulationen.  So kursieren Pläne,  die Entgeltumwandlung zum Pflichtprogramm für Arbeitnehmer zu machen.

Widerspricht der Arbeitnehmer dieser Regelung nicht, wird automatisch ein Teil des Lohns in einen der Durchführungswege zur Betriebsrente investiert.

Was passiert aber mit dem angesparten Kapital im Falle eines Arbeitgeberwechsels? Die Anwartschaften müssen portabel sein, das heißt eine Übertragung muss möglich sein. Trotzdem kann sich Frau Finance nicht so recht mit der Betriebsrente anfreunden, denn es handelt sich doch immer wieder um Geldwerte – und denen traut sie nicht mehr über den Weg.

 

Betriebsrente oder Alternativen?

Welche Lösung gibt es, für das Alter vorzusorgen und der drohenden Altersarmut vorzubeugen? Welche Alternativen bieten sich an?

Finanz- und Vermögensexperte Claus Roppel von der Finanzberatung Düsseldorf beschäftigt sich schon lange mit sicheren und gleichzeitig renditestarken Alternativen für den Ruhestand. Egal, ob gesetzliche Rente oder Betriebsrente, beide sind überwiegend geldwertbasierte Anlageformen. Geldwerte bieten gerade seit dem freien Fall der Zinsen in Deutschland keinen wirklichen Schutz vor Inflation und Krisen.

Einen solchen Schutz bietet heute eher eine Altersvorsorge mit sachwertbezogenem Schwerpunkt, denn hier wird in Werte wie z. B.  Edelmetalle, Fonds, Aktien, Immobilien oder Grundstücke investiert.

Damit Sie einen unbeschwerten Lebensabend genießen können, der frei ist von finanziellen Sorgen, dürfen Sie sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. Claus Roppel ist Spezialist für Kapitalanlagen zum Vermögensaufbau und hat gemeinsam mit der AKADEMIE FINANZEN, ERFOLG & MEHR…! das Coaching für mehr Rente im Alter entwickelt.

Dieses besondere Coaching wendet sich an die Menschen, die im Alter nicht von Hartz IV leben wollen oder gar auf die Wohltätigkeit ihrer Kinder angewiesen sind, sondern für ihr Leben und ihre Rente selbst die Verantwortung übernehmen wollen. Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben und Ihrem Geld und sichern Sie sich einen der begehrten Plätze im Coaching für mehr Rente im Alter (Tel.: 0211 – 557 1377).


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Claus Roppel
 

Claus Roppel ist Finanzcoach & Investmentexperte. Seine Tätigkeitsschwerpunkte bauen auf den weltbesten Investment-Strategien auf. Dabei liegt sein Fokus in der ganzheitlichen Beratung für einen sicheren Vermögensaufbau. Mit der von ihm entwickelten 4-Säulen-Strategie zeigt er, wie auch heute noch ein Vermögensaufbau von einer Million € und mehr sicher in nur 4 Schritten aufgebaut werden kann. Gerade in Zeiten von Null-Zinsen oder sogar Strafzinsen, Bankenkrisen, weltweiter Staatsverschuldung hilft er Ihnen, Ihre eigene finanzielle Vermögenssicherung zu gestalten.

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